Essensgutscheine
24.4.2026 - Essensgutscheine und Inflation: Die Arbeitnehmer/innen sind nicht mehr bereit zu warten und draufzuzahlen...
Die ab 2026 vorgesehenen neuen steuerfreien Höchstgrenzen von bis zu 10 Euro für elektronische Gutscheine zeigen klar, dass Spielraum besteht, um sofort zu handeln – ohne Ausreden und ohne untragbare Kosten.
Noch gravierender ist, was beim Treffen mit der Agentur für Gewerkschaftsbeziehungen deutlich wurde. Von deren Seite besteht lediglich die Bereitschaft, gerade einmal 30 % der im Jahr 2025 festgestellten Inflation anzuerkennen – mit der Absicht, dies auch in Zukunft so fortzuführen. Ein inakzeptabler Vorschlag, der den Willen bestätigt, den realen Wert der Löhne strukturell zu senken. Hinzu kommt die fortgesetzte Nutzung von Einmalzahlungen, trotz der öffentlich eingegangenen Versprechungen von Landeshauptmann Kompatscher und Landesrätin Amhof, diese Praxis zu überwinden und stattdessen strukturelle Anpassungen zu gewährleisten. Nicht eingehaltene Versprechen… Von den Arbeitnehmer/innen wird verlangt, sich mit Brosamen zufriedenzugeben, während sich die politischen Entscheidungsträger weiterhin ohne Zögern volle Anpassungen in Höhe von 100 % sichern.
Dass mit zweierlei Maß gemessen wird, kann nicht länger hingenommen werden.
Man kann nicht Verantwortung von denjenigen verlangen, die täglich arbeiten, und ihnen gleichzeitig das Mindestmaß an Geldmitteln verweigern, um die Lebenshaltungskosten zu bewältigen.
Es braucht eine reale Anpassung der Essensgutscheine sowie die vollständige Anerkennung der Inflation und ein endgültiges Ende der Einmalzahlungen.
Die Arbeitnehmer/innen sind nicht länger bereit draufzuzahlen.
Ohne schnelle und angemessene Antworten wird sich diese Situation zwangsläufig weiter verschärfen.
Dr.Andreas Unterkircher
AGO-Obmann
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Stefano Boragine
AGO -Landessekretär
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