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Presse | 19.01.2010
Wir Sparen uns zu Tode

...so in etwa klingt die Aussage vom Direktor des Sozialbetriebs über den Sparkurs der Landesregierung im Bereich Sozialem.

Meinrad Mairl
...so in etwa klingt die Aussage vom Direktor des Sozialbetriebs über den Sparkurs der Landesregierung im Bereich Sozialem. Er befürchtet um die Qualität seiner Einrichtungen. Der FORDISMUD (Ford-Autobauer) könnte ein Teil der Sozialarbeit werden, die Teilung von Arbeitsvorgängen in winzige Segmente, der Betreute, ein Werkstück das von einem Arbeitsplatz zum anderen wandert. Sinnzusammenhänge könnten verloren gehen, was die ganze Arbeit uneinsichtig macht. Ein Gefühl von Leere, Gleichgültigkeit, Langeweile, Stress und Monotonie breiten sich unter den Mitarbeitern aus.
Ein Horrorszenario das bald Wirklichkeit werden könnte. Das Gesundheit und Sozialwesen dieses Landes gleicht einer auf vollen Touren laufenden, Gigantischen Maschine, deren Aufbau, Funktionieren, Rentabilität und Endprodukt niemand ganz übersieht und nach dem Motto von Mark Twain handelt: „
Als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen“
Die Verwaltungen schlagen sich auf die Seite der Politik; die Pflege wird überstimmt oder hat nichts zu sagen.
Verwaltungsleiter scheuen sich dagegen zuhalten, weil sie fürchten noch weniger zu bekommen als sie schon haben.
Effizienz nennt sich das, Qualitätssicherung, Leistungsorientiert arbeiten; ein bürokratisch, politischer Kauderwelsch, der leicht zu sprechen aber schwer zu verstehen ist und dem jegliche Vision fehlt.
„Operation gelungen, Patient tot", wird eines Tages ein bürokratischer Amtsschimmelreiter seinen obersten Chef melden, es gingen zwar Arbeitsplätze verloren, die Motivation ist auch dahin aber der Aufwand hat sich gelohnt.
Meinrad Mairl