Context Navigation

AGO
Virgilstraße 9
39100 Bozen
Tel.: 0471 279016
Fax: 0471 271056
0474 94671
E-Mail: info@ago-bz.org

AGO-SMS-Service

SMS schreiben

Informieren Sie sich per SMS Termine, Neuigkeiten, und den Verlauf der Verhandlungen.

weiter...

AGO - Info

Sprachrohr der Gemeindebediensteten, der Bediensteten der Altersheime und Bezirksgemeinschaften

weiter...

Hauptinhalt

Bedingungsloses Grundeinkommen für alle

eine ökosoziale Idee gegen Armut und Ausgrenzung
sowie gegen Ressourcenverschleuderung!

oder:

• Nur der Traum von einem Schlaraffenland?

• oder bloß Nostalgie nach einem Urkommunismus
nach dem Vorbild der ersten Christen?

• oder Zorn ob so viel Ungerechtigkeit auf dieser einen Welt,
wo rund 300 Familien die Hälfte des Weltvermögens
in ihren Händen haben?

• oder wie Norbert Blüm gesagt haben soll:
„Wahnsinn mit Methode!“

Europaparlamentarier Sepp Kusstatscher
Europaparlamentarier Sepp Kusstatscher

Grundsätzliche Überlegungen,

warum wir eine neue Arbeits- und Beschäftigungspolitik brauchen





Hier geht's zum Buch „Grundeinkommen
und Konsumsteuer“ (Götz Werner, André Presse)

Das Buch (197 Seiten) kann hier als PDF (6,5 MB) heruntergeladen werden.


• Zunächst ist es eine Frage der Ethik

Die Welt mit ihren vier Elementen Feuer (Energie), Luft, Wasser und Boden (Nahrung) gehört der ganzen Menschheit.
Rund 350 Familien besitzen inzwischen jedoch die Hälfte des Vermögens.
Alle Menschen haben im Prinzip gleichen Wert und Würde
und müssten gleichen Zugang zu den vier Grundelementen der Welt haben.
Das ist leider nicht der Fall.

• Überproduktion und falsche Steuerpolitik

Wir produzieren mehr, als wir brauchen.
Durch enorme Produktivitätssteigerung in Industrie und Landwirtschaft verfügen wir heute über ein Überangebot an Produkten,
für deren Herstellung wir immer weniger Arbeitskräfte benötigen.
Gleichzeitig wird die menschliche Arbeit sehr stark durch Steuern und Sozialabgaben belastet, so dass jedes Unternehmen bestrebt ist,
Arbeitskräfte durch Rationalisierung noch mehr einzusparen.
Somit ist es nicht verwunderlich, wenn die Arbeitslosigkeit hoch ist
und Lohnarbeit nicht mehr für alle zur Verfügung steht.

• Unser Wirtschaftssystem ist nicht nachhaltig.

Die Überproduktion bewirkt eine Spirale des ungesunden Konsums. Wir betreiben Raubbau an den Ressourcen unseres Planeten.
Die Überproduktion ist neben der Überbevölkerung die Hauptursache für die Zerstörung des Planten Erde. Ein potentielles Paradies wird für kommende Generationen zum unwirtlichen Wrack, wenn wir so weitermachen wie in den letzten 150 Jahren. Wir müssen unsere Ressourcen und auch die menschliche Arbeitskraft nachhaltiger einsetzen.

• Armut: viele Menschen sind arm und werden zunehmend ärmer.

Weltweit lebt der größere Teil der Menschheit in Armut.
Armut gibt es auch innerhalb des z.T. sehr reichen Europas.
Wer Vermögen besitzt, gehört zu den Eliten.
Die Altersversorgungsdebatten in Europa sind im Grunde nichts anderes als Umverteilungskämpfe zu Ungunsten derer, die ausschließlich ihre Arbeitskraft anzubieten haben.

• Mythos Arbeit!

Der Stellenwert der bezahlten Arbeit wurde in der zu Ende gehenden Industriegesellschaft mythisch überhöht und zur Grundlage der Existenzsicherung gemacht.
Arbeit wurde auch zum Mittel politischer Kontrolle.
Das Establishment neigt zur These, Müßiggang sei aller Laster Anfang.
Dabei benötigen wir nichts dringender als Muse, wenn wir die Heraus-forderungen der Zukunft kreativ und auf nachhaltige Weise meistern wollen.

• Die komplizierten Sozialsysteme drohen zusammenzubrechen.

Unsere Sozialsysteme sind komplizierte Flickwerke geworden
und beruhen vielfach auf kurzfristige Feuerwehrmaßnahmen.
Verwaltung und Kontrollen fressen beachtliche Teile der Steuermittel auf,
die für die Versorgung von Armen und Arbeitslosen zur Verfügung gestellt werden. Schlaumeier profitieren im Wirrwarr, während Anspruchsberechtigte oft resignieren bzw. durch die Maschen des Netzes des Sozialstaates fallen.

Private Versicherungsgesellschaften versuchen, im trüben Teich der Sozialversicherungen zu fischen, vor allem im Bereich der Rentenvorsorge,
und machen in diesem neuen Markt enorme Profite.

• Paradigmenwechsel: bedingungsloses Grundeinkommen für alle!

Vor diesem Hintergrund ist die ökosoziale Idee eines „bedingungslosen Grundeinkommens für alle“ eine faszinierende, überzeugende und realistische Idee.
Jede/r erhält aus dem enormen Reichtum, den unsere Volkswirtschaften produzieren, einen Existenz sichernden Beitrag und jede/r kann dann frei entscheiden, ob sie/er eine zusätzliche bezahlte Arbeit annehmen will oder nicht oder ob sie/er auch einer unbezahlten Beschäftigung nachgehen will.



Beschäftigung gäbe es genug.

Lohnarbeit scheint aber nicht für alle da zu sein.
Sie ist zu teuer, vor allem deshalb, weil die Lohnnebenkosten so hoch sind. Beschäftigung gäbe es jedoch genug:
im Erziehungs- und Sozialbereich, in der Kultur- und Bildungsarbeit, im Umweltschutz usw.


Eine andere Steuerpolitik:
Konsum und Gewinne besteuern, nicht die Arbeit!


Arbeit soll steuerfrei werden. Die öffentlichen Haushalte und somit auch das Grundeinkommen sollen hauptsächlich durch die Besteuerung des Konsums, der Erlöse aus Besitz und vor allem der Gewinne finanziert werden.
Wer viel konsumiert und vor allem, wer viel nicht erneuerbare Ressourcen verbraucht, der soll mehr bezahlen als jener, der spart und wenig Schäden verursacht. Die Steuern würden dann steuern und die Entwicklung würde ökosozialer. Armut - eine Schande in einer reichen Gesellschaft – könnte dann leicht überwunden werden.
Die Stigmatisierung der Arbeitslosen und Ausgegrenzten könnte überwunden werden.


Warum auf EU-Ebene?

Die EU darf nicht nur die wirtschaftlichen Belange harmonisieren.
Wenn nicht auch die Steuern, die arbeitsrechtlichen und umweltrelevanten Bedingungen sowie die sozialstaatlichen Maßnahmen zwischen den Mitgliedsstaaten der EU angeglichen werden, haben wir keinen fairen Markt. Ein freier Markt ist nicht automatisch ein fairer Markt.
Die Diskussion über die stufenweise Einführung des Grundeinkommens soll europaweit geführt werden.

Die Europäische Union muss so wie in der Umweltpolitik weltweit auch in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik sowie bei allen Maßnahmen zur Armutsbekämpfung zur Vorreiterin werden.

Es muss eine breite Diskussion losgetreten werden, wie auch ohne Lohnarbeit ein sinnvolles Leben geführt werden kann und wie Freiheit und Demokratie, bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie gesellschaftliche Teilhabe besser ermöglicht werden.

Film „Kulturimpuls
Grundeinkommen“ von Daniel Häni und Enno Schmidt

http://www.kultkino.ch/media_player_grundeinkommen/index.html

Blog von Daniel Häni und Enno Schmidt, den findenSie hier:

www.grundeinkommen.tv/blog/

Ihre Meinung ist uns wichtig!
Falls Sie dazu was sagen, kritisieren, loben, oder einfach mehr erfahren möchten, senden Sie eine Nachricht an:
info@ago-bz.org