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Landesvorstandsitzung der AGO
Rückblick auf 10 Jahre AGO - 27.02.1998 - 27.02.2008
Der Landesvorstand der AGO hat sich zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr versammelt und dabei einen kurzen Rückblick gehalten.Zentrales Thema des Vorstandes waren einmal mehr die laufenden Gehaltsverhandlungen resp. die bevorstehenden Gehaltsverhandlungen für den Bereich der Gemeinden, Altersheime und Bezirksgemeinschaften. Zu diesem Thema zeigten sich die Gewerkschafter sehr kämpferisch. Der Landessekretär der AGO, Robert Holzer, dazu: „Wenn auf bereichsübergreifender Ebene die Lohnentwicklung kein Thema ist, dann müssen wir es eben auf Bereichsebene austragen“.
Die AGO Vertreter wollen sogar einen Schritt weiter gehen, und einen Austritt aus dem bereichsübergreifenden Vertrag ins Auge fassen. Der Landesobmann der AGO, Dr. Andreas Unterkircher: „Wir haben ständig Argumente für den erlittenen Kaufkraftverlust geliefert, auf welche nicht einmal die Gewerkschaften eingegangen sind. Jetzt beklagt sich sogar die Wirtschaftsseite, dass die Löhne zu langsam wachsen und dass Nachholbedarf sei. Das sagen die Wirtschafter auf nationaler Ebene, wobei in unserem Land die Lohnsteigerung noch weit unter dem nationalen Durchschnitt liegt,“ beklagt sich Unterkircher. Eine Erhebung der Wirtschaftszeitung Italia Oggi bekräftigt die Meinung der AGO-Vertreter, dass z.Z. in Bozen die höchsten Inflationsraten zu verzeichnen sind.
Dass selbst die Gewerkschaften auf diese Misere nicht aufspringen, ist für die AGO-Funktionäre unverständlich, da lt. einer AGO-Umfrage viele Bedienstete mit der Haltung der anderen Gewerkschaften am Verhandlungstisch nicht zufrieden sind und somit den erwarteten Forderungen der Bediensteten keineswegs nachkommen. Das genaue Ergebnis dieser Umfrage wird Anfang 2008 veröffentlicht.
Einen weiteren wichtigen Punkt hat die AGO-Leitung verabschiedet. Es handelt sich dabei um das bereits 10-jährige Bestehen der AGO. Unterkircher hat kurz den Werdegang der AGO umrissen, der am 27. Februar 1998 mit dem Austritt aus dem ASGB begonnen hat. „Anfangs wurden uns sämtliche gewerkschaftliche Handlungen durch die Intervention höchster politischer Ebene untersagt. Nur durch Gerichtsurteile konnten wir unsere Rechte einfordern. Nun haben wir uns als eine der größten Gewerkschaften in unserem Bereich konsolidiert und sind seit 2007 auch Mitglied der Internationalen der Öffentlichen Dienste“, erklärt der AGO-Vorsitzende.
Das 10-jährige Bestehen wird mit der neuen Internetseite der AGO eingeläutet, welche mit ihrem neuen Layout im neuem Jahr ins Netz gehen wird. Nächster Höhepunkt der 10-Jahres-Feier ist die Vorstandsitzung mit den Gründungsmitgliedern am 27.02.2008. Weitere Höhepunkte werden eine Kulturfahrt nach Liverpool vom 24. bis 27. April 2008 und eine Romfahrt sein.
Der Vorstand hat schließlich einen Vorschlag der Vorsitzenden des Frauenreferates, Frau Cristina Joppi, für die Landesversammlung aufgenommen. Joppi: „Die Vertretung der Frauen in den AGO-Gremien ist eh schon beachtlich. Unser Ziel ist es aber, eine 50 zu 50 Vertretung anzusteuern“. Zudem, solle der Landesobmann ein Mann sein, wünscht sich Joppi als Stellvertreterin eine Frau, oder umgekehrt. Dadurch wollen die AGO-Gewerkschafterinnen der Politik auf die Sprünge helfen und diesen Vorschlag der AGO-Landesversammlung zur Statutenänderung unterbreiten.
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